Sturzprävention für Senioren beugt vor

Mehr als vier Millionen Stürze pro Jahr

Sturzprävention für Senioren beugt vor

Jedes Jahr stürzen über vier Millionen ältere Menschen in den eigenen vier Wänden. Mehr als 100.000 von ihnen brechen sich dabei den Oberschenkelhals – Frauen fünf Mal häufiger als Männer. Darauf weist die Aktion „Das sichere Haus“ (DSH) hin. Spezielle Sturzpräventionskurse können helfen, diesen Verletzungen vorzubeugen. Damit sind Senioren eine interessante Zielgruppe für Therapeuten.

Besonders ältere Menschen leben zu Hause mit einem deutlich erhöhten Unfallrisiko. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben in Deutschland 2012 mehr als 7.000 Menschen, die älter als 65 Jahre waren, durch einen häuslichen Unfall. Häufigste Ursache sind Stürze: Rund 6.250 Senioren starben an den Folgen eines Sturzes im Haus, im Garten oder in der Garage.

Broschüre gibt Tipps zur Sturzprävention

Die Gründe dafür, dass ältere Menschen häufig stürzen, sind unter anderem die nachlassende Sehkraft, die mangelnde körperliche Bewegung und ein fortschreitender Knochenabbau (Osteoporose). Aber auch die Einnahme von Medikamenten kann das Sturzrisiko steigern. Zahlreiche Stolperfallen im und am Haus erhöhen die Gefahr zusätzlich. Wie sich Stürze verhindern lassen, zeigt die neue Broschüre „Sturzunfälle sind vermeidbar“, die die Aktion „Das sichere Haus“ gemeinsam mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) herausgegeben hat. Sie enthält Hinweise, die helfen Stolperfallen zu erkennen und zu entschärfen. Zudem gibt sie Tipps, wie sich Senioren mit Bewegung und gesunder Ernährung körperlich fit halten und so vor Unfällen schützen.

Schon einfache Maßnahmen helfen

Bereits kleine Veränderungen können für mehr Sicherheit sorgen: Haltegriffe in der Dusche und an der Badewanne erleichtern das Ein- Und Aussteigen. Hausschuhe, die vorne geschlossen sind, verringern die Gefahr zu stolpern. Haben Sie zudem Profilsohlen, rutschen Senioren damit weniger leicht aus. Ein Bewegungsmelder an der Außenbeleuchtung sorgt dafür, dass Stolperfallen auch im Dunkeln immer gut sichtbar sind. Zudem kräftigt regelmäßiges körperliches Training die Muskulatur und übt den Gleichgewichtssinn regelmäßiges. So können Therapeuten zur Sturzprävention beispielsweise Tai-Chi-Kurse für Senioren anbieten.

Quelle: Berichte finden Sie auch online auf up-aktuell.de und in Printausgabe „unternehmen praxis“.